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The Botanist Gin Flasche von Islay

The Botanist: Der Gin von der Insel Islay

The Botanist ist kein typischer London Dry Gin. Stattdessen steht er für eine ganz eigene Vision: Einen Gin, der die Natur einer speziellen Insel — Islay in Schottland — in der Flasche einfängt. Mit 22 wilden und kultivierten Botanicals, einem einzigartigen Pot-Still-Verfahren und einer Leidenschaft für Regionalität bietet The Botanist eine völlig neue Perspektive auf Gin. Unser ausführlicher Ratgeber zeigt, warum dieser Gin so faszinierend ist.

Über The Botanist Gin

The Botanist wird von Bruichladdich Distillery auf der Insel Islay in Schottland hergestellt. Bruichladdich ist eine relativ kleine Destillerie mit einer großen Leidenschaft für handwerkliche Qualität. 2008 stellte Bruichladdich The Botanist vor — einen Gin, der komplett anders ist als die damalige Norm.

Das Besondere ist nicht nur die Zusammensetzung (22 Botanicals!), sondern auch die Philosophie dahinter. The Botanist wird teilweise noch im klassischen Pot-Still-Verfahren destilliert, nicht in modernen Kolonnenbrennern wie viele andere Gins. Dies ist aufwändiger, aber führt zu einer anderen Struktur und Tiefe im Endprodukt.

Islay ist bekannt für Whiskys mit Rauchnoten, aber The Botanist beweist, dass die Insel auch für raffinierte, kräuterbasierte Spirituosen steht. Die Botanicals kommen zu großen Teilen von Islay selbst — wild oder in nachhaltigen Kulturen gezüchtet.

22 Wild Botanicals von Islay

Während klassische London Dry Gins mit 4–9 Botanicals arbeiten, nutzt The Botanist 22 verschiedene Pflanzen. Neben traditionellen Gin-Botanicals wie Wacholder, Koriander und Zitrus kommen viele von Islay stammende Kräuter und Wildpflanzen zum Einsatz:

  • Gorse (Stechginster)
  • Heide und verschiedene Heidekräuter
  • Rosenblüten und Wildrose
  • Islay-Veilchen
  • Brennnessel
  • Lavendel
  • Kamille
  • Minzen (verschiedene Sorten)
  • Sowie traditionelle Gin-Botanicals wie Wacholder, Koriander, Zitrus und Gewürze

Diese großen Vielfalt führt zu einem sehr komplexen Geschmacksprofil, bei dem jeder Schluck neue Nuancen enthüllt.

Herstellung im Pot-Still-Verfahren

The Botanist wird teilweise in Kupferbrennern (Pot Stills) hergestellt — das ist traditionell und aufwändiger als die moderne Kolonnendestillation, die die meisten industriellen Gins verwenden. Das Pot-Still-Verfahren ermöglicht eine kontrollierte, charaktervolle Destillation, bei der die Botanicals ihre Aromen besser entfalten können.

Dieser alte Handwerksprozess ist langwieriger und weniger effizient, aber führt zu einer anderen Komplexität und Struktur. Man sagt, dass das Pot-Still-Verfahren weniger „saubere" Produkte erzeugt, sondern solche mit mehr Charakter und Tiefe. Das ist auch der Grund, warum viele Premium-Gins (und auch hochwertige Whiskys) diesen Weg gehen.

Geschmacksprofil

The Botanist schmeckt „grüner" und kräuterhafter als klassische London Dry Gins. Der erste Eindruck ist eine interessante Balance zwischen klassischem Wacholder und einer Fülle von floralen und kräuterbetonten Noten. Man merkt sofort, dass 22 Botanicals hier am Werk sind.

Die Heide und die wilden Islay-Kräuter geben dem Gin eine erdige, fast moorige Tiefe, ohne allerdings den Rauch zu zeigen, für den Islay-Whiskys bekannt sind. Dazu kommen florale Noten von Rosenblüten und Veilchen. Am Gaumen ist The Botanist weicher als ein kraftvoller London Dry Gin, mit längerem Abgang und feinen Kräuternoten.

Fazit: The Botanist ist ein Gin für Kenner, die gerne komplexe, kräuterbasierte Spirituosen mögen. Er ist weniger zugänglich als klassische Gins, aber unglaublich interessant und facettenreich.

Empfohlene Cocktails

The Botanist pur oder auf Eis (empfohlen)

Dies ist die beste Art, The Botanist zu genießen. Die komplexen Botanicals entfalten sich am besten ohne Ablenkung. Mit großem Eis und eventuell einer Zitronenschale als Garnitur.

Last Word

30 ml The Botanist, 30 ml grüner Chartreuse, 30 ml frischer Limettensaft, 20 ml Zuckersirup. Dieser alte Cocktail passt perfekt zu The Botanist — beide sind kräuterbetont und komplex.

Sazerac-Variante

The Botanist kann auch in einem Sazerac verwendet werden, bringt dann aber eine deutlich andere, floralere Dimension mit sich als traditionelle Gins.

Gin & Tonic (mit Vorsicht)

Mit einem leichten, floralen Tonic Water kann ein interessanter G&T entstehen. Zu starkes oder klassisches Indian Tonic könnte die feinen Noten überlagern.

Preis und Verfügbarkeit

The Botanist liegt im Premium-Segment und kostet deutlich mehr als klassische London Dry Gins:

  • The Botanist Islay Dry Gin (70 cl): ca. 28–32 Euro
  • The Botanist mit Glas (Geschenkbox): ca. 40–50 Euro

Erhältlich bei Amazon, Premium-Spirituosenläden und gut sortierten Supermärkte. Der Preis ist fair für die Qualität und Handarbeit, aber deutlich höher als Standard-Gins.

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Häufig gestellte Fragen

Wo kommen die wilden Botanicals von The Botanist her?
Die 22 Botanicals von The Botanist sind wild gewachsen oder werden nachhaltig auf der Insel Islay angebaut. Diese sind Kräuter, Blüten, Früchte und Rinden, die die Insel bietet — von Gorse über Heide bis zu wilden Beeren. Dies unterscheidet The Botanist von vielen anderen Gins, die Botanicals kommerziell zukaufen.
Ist The Botanist ein London Dry Gin?
Nein, The Botanist ist kein London Dry Gin. Stattdessen ist es ein Islay Dry Gin, was bedeutet, dass die Botanicals (zumindest die 22 wilden) von Islay stammen. Es folgt jedoch denselben Grundprinzipien wie London Dry: keine künstlichen Aromen, keine übermäßige Süßung, alles Botanicals während der Destillation zugesetzt.
Wie schmeckt The Botanist im Vergleich zu klassischen Gins?
The Botanist schmeckt grüner und kräuterhafter als typische London Dry Gins. Während Tanqueray oder Beefeater von Wacholder dominiert werden, bietet The Botanist eine Balance zwischen Wacholder und einer großen Vielfalt von Kräuterbasierten. Dies macht ihn besonders, aber auch weniger zugänglich für reine Gin & Tonic-Trinker.
Für welche Cocktails eignet sich The Botanist am besten?
The Botanist funktioniert großartig in Cocktails, die von floralen und kräuterbetonten Gins profitieren — etwa der Last Word, der Sazerac oder experimentellere, kräuterbasierte Cocktails. Im klassischen Gin & Tonic kann seine Komplexität von einem starken Tonic überlagert werden.
Ist The Botanist teurer als andere Premium-Gins?
The Botanist liegt im Premium-Segment, kostet aber nicht mehr als vergleichbare Premium-Marken wie Sipsmith oder Monkey 47. Der Preis ist fair für die Qualität und die aufwändige Handarbeit bei der Ernte und Verarbeitung der wilden Botanicals.
Kann man The Botanist pur trinken?
Ja, The Botanist ist ausgezeichnet pur oder auf Eis zu genießen. Seine Komplexität und Balance entfalten sich am besten ohne Vermischung mit anderen Getränken. Das ist der beste Weg, alle 22 Botanicals wirklich wahrzunehmen.